Planungen für den Bahnhofsumbau

22.04.2026

Diese müssen grundlegend überarbeitet werden

Als Stadtvertreter unserer Stadt kann man über die aktuellen Planungen der
Deutsche Bahn für den Bahnhof Bargteheide nur den Kopf schütteln.

Was am 23. März im Ausschuss für Planung und Verkehr vorgestellt wurde, ist aus
meiner Sicht weder durchdacht noch im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger.
Es ist kaum zu glauben: Obwohl die Bahnsteige für einen Regionalexpress geplant sind, sollen sie zunächst gar nicht gebaut werden. Gleichzeitig fehlt für die geplante S-Bahn-Verbindung zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ein barrierefreier Zugang vom Bahnsteig in die Bahn. Das bedeutet im Klartext: Menschen mit Rollstuhl, Eltern mit Kinderwagen oder ältere Fahrgäste werden weiterhin
benachteiligt.
Für mich ist das nicht hinnehmbar. Barrierefreiheit ist kein „Extra“, sondern eine Selbstver-ständlichkeit. Ebenso unverständlich ist, dass die Anbindung des Bahnhofs an unsere Stadt bislang kaum berücksichtigt wurde. Besonders irritierend ist, dass frühere Zusagen der Bahn offenbar keine Rolle mehr spielen. Noch 2023 wurde uns zugesichert, alle technisch machbaren Maßnahmen umzusetzen – einschließlich der Vorbereitung auf einen Regionalexpress-Halt. Heute soll davon nichts mehr gelten.

Statt vorausschauend zu planen, wird auf Sicht gefahren: Erst wenn ein Halt irgendwann ab 2031 oder 2032 feststeht, sollen die Bahnsteige gebaut werden. Das bedeutet nichts anderes als eine neue Baustelle, wenige Jahre nach der geplanten Streckensanierung Hamburg–Lübeck. Für mich ist das ein klassischer Schildbürgerstreich – teuer, ineffizient und nicht zu Ende gedacht.


Die CDU Bargteheide hat den Druck auf Bahn und Landespolitik erhöht und bereits mehrere Abgeordnete auf Landes- und Bundesebene eingebunden. Ziel ist eine „verkehrspolitisch sinnvolle Lösung“ für rund 35.000 Fahrgäste.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass diese Planungen grundlegend überarbeitet werden. Bargteheide braucht jetzt den Bau der notwendigen Bahnsteige und attraktive Verbindungen nach Hamburg, Kiel und Lübeck.
Klar ist für uns auch: Eine echte Verkehrswende gelingt nur, wenn sie die Menschen mitnimmt.
„Eine Verkehrswende funktioniert nur mit und nicht gegen die Bürger“!
Am 15. April haben alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich direkt zu informieren. Ich kann nur dazu aufrufen, diese Chance zu nutzen und sich einzubringen.
Damit Bargteheide auch in Zukunft Stormarns lebendige und mobile Stadt
bleibt.

Ihr Mathias Steinbuck