Sei es im Stau oder bei der Parkplatzsuche. Stehen sie dann auf der Straße herum, stören sie das freie Blickfeld und damit die Verkehrssicherheit, insbesondere die Sicherheit derer, die kaum über eine Kofferraumklappe hinwegreichen. Fehlende Parkplätze auf den Grundstücken führen dazu, dass Autos auf der Straße abgestellt werden. Doch der Platz ist begrenzt und sollte optimal und sicher von allen Verkehrsteilnehmern genutzt werden können.
Politisch wird demnächst zu entscheiden sein, ob Bargteheide bei Neubauten an einer Richtlinie als Orientierung für die Anzahl der Stellplätze festhält oder es einer Satzung bedarf, die die Anzahl der Plätze verbindlich regelt. Eine Glaubensfrage.
Glauben wir, dass durch die Verknappung von Parkraum Autoverkehr vermindert wird? Verzichten Menschen auf ein eigenes Auto, weil vor der Tür der Bus hält? Gestatten wir einem Investor, dass er weniger Stellplätze schaffen muss, wenn er geförderten Wohnraum schafft?
Die neuen Orientierungen der Landesbauordnung sehen eine deutliche Verringerung von Stellplätzen im Vergleich zu unserer bisherigen Richtlinie vor. Doch dabei wird wohl die komfortable ÖPNV-Situation der Städter mit der Anbindung auf dem Lande vermischt. Was in der Stadt mit dem Bus im 5-Minuten Takt vor der Tür klappen könnte, muss noch nicht für Bargteheide gelten. Und mancher, der eine geförderte Wohnung bezieht, ist froh, wenn er morgens um vier Uhr nicht noch dreimal umsteigen muss, so denn überhaupt ein Bus oder eine Bahn fährt.
Wollen wir auf Stellplätze verzichten weil mit gefördertem Wohnraum gelockt wird? Die Stadtwerke sind hier gerade mit gutem Beispiel vorangegangen. Beim Bauvorhaben "Am Maisfeld" werden ausreichend Stellplätze geschaffen. Geht doch, bringt Autos von der Straße und erhöht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Und wenn bei den Stellplätzen dann noch darauf geachtet wird, dass versickerungsfähiges Pflaster verwendet wird und dadurch eine geringere Versiegelung stattfindet, ist nicht nur der Umwelt, sondern auch allen Verkehrsteilnehmern gedient.
Die CDU Fraktion wird es sich bei der Entscheidung zu einer Richtlinie oder Satzung nicht leicht machen. Sowohl auf den privaten Grundstücken als auch im öffentlichen Raum sollen die Verkehrswege möglichst von ruhendem Autoverkehr freigehalten werden. Dabei ist ein sicheres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer anzustreben. Die Verkehrstüchtigkeit jedes Einzelnen, insbesondere von Kindern, ist dabei zu berücksichtigen.
Mobilität wird zukünftig vielfältig. Wir brauchen frei zugängliche Wege, damit alle sicher an ihr Ziel kommen.
Ihr Sven Meding, Mitglied der CDU Fraktion in der Bargteheider Stadtvertretung.

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