Mit Erstaunen las ich in einer der letzten Ausgaben des Markt, dass die geschätzten Kollegen der SPD beim Ankauf des Papendoor von einem Groschengrab und einem großen Fehler sprechen und der Bürgermeisterin eine vorausschauende und gute Verwaltungsarbeit hinsichtlich der Flüchtlingspolitik bescheinigen.
Im letzten Punkt sind wir uns uneingeschränkt einig. Doch was benötigt eine Verwaltungsleiterin denn, damit ihr das gelingt? Neben eigenen Ideen und Umsetzungsstärke innerhalb ihrer Verwaltung nämlich auch vorausschauende und manchmal auch mutige politische Entscheidungen.
Der Ankauf des Papendoor gehört sicher zu so einer Entscheidung.
Mutig und vorausschauend, insbesondere weil niemand weiß, wann und vor allem wie viele Menschen mit Schutzstatus (und in welcher Zusammensetzung: Familien, Einzelpersonen ?) Bargteheide zugewiesen bekommt.
Worin waren sich alle Fraktionen einig? Wir wollten nach über 2 ½ Jahren die Sporthalle im Schulzentrum dem Schul- und Vereinssport endlich dauerhaft wieder zurückgeben.
Anders als es die Unkenrufe glaubten, ist es der Bürgermeisterin kurzfristig und kostenschonend gelungen, das Papendoor als Notunterkunft in den Regelbetrieb zu nehmen. Das oben genannte Politikerwort sah diesbezüglich zu schwarz. Das Papendoor verschafft Bargteheide die nötigen Reserven und Luft für weitere notwendige Maßnahmen.
Um dieses Thema in Bargteheide weiter zukunftsweisend zu begleiten, sind wir dem Wunsch der Bürgermeisterin gefolgt, für die geplante Flüchtlingsunterkunft Am Krögen das vereinfachte Vergabeverfahren zu nutzen. Das spart Zeit und Geld. Wir bestehen aber weiterhin darauf, dass für die geplante Fläche die gleichen Rechte und Pflichten angewandt werden, wie sie jeder Investor für dieses Grundstück beachten müsste. Daher hat die CDU ohne eine B-Plan-Änderung diesem Vorhaben nicht zustimmen können. Für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft dürften wir Ausnahmen machen, und richtig ist, dass der Bau auch durch die Bauaufsichtsbehörde genehmigt werden wird. Für eine Nachnutzung zum regulären Wohnen bedarf es jedoch einer B-Plan-Änderung. Wir möchten dies von Anfang an. Das ist fair und transparent den Nachbarn in diesem Quartier gegenüber.
Wir sind der Meinung, dass das Papendoor uns dieses benötigte Zeitfenster bietet.
Das nenne ich vorausschauende Politik zum Wohle aller, damit Bargteheide auch zukünftig Stormarns lebendige Stadt bleibt.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Mathias Steinbuck Fraktionsvorsitzender der CDU Bargteheide

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