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Bargteheider sollen Not leidenden Menschen helfen

eingestellt am 08.05.2010

 

Bargteheide. Wer in Bargteheide in Not gerät, kann jetzt auf schnelle Hilfe hoffen. Die Stadt wird einen Spendenfonds einrichten, um Bedürftigen den langen Weg durch die Instanzen zu ersparen und ihnen im entscheidenden Moment unter die Arme greifen zu können.

 

Bargteheide. Wer in Bargteheide in Not gerät, kann jetzt auf schnelle Hilfe hoffen. Die Stadt wird einen Spendenfonds einrichten, um Bedürftigen den langen Weg durch die Instanzen zu ersparen und ihnen im entscheidenden Moment unter die Arme greifen zu können. Interfraktionell vorbereitet, fiel der Beschluss einstimmig. Bürgervorsteher Horst Kummereincke gab seine Funktion als Leiter er Stadtvertretersitzung für einige Minuten auf, um die Begründung und Notwendigkeit dieses Schrittes selbst zu erläutern.

Kummereincke: "Überall in der Welt herrscht Armut, aber auch in Bargteheide gibt es Not genug. Davor können wir unsere Augen nicht verschließen. Das Jubiläumfest zum 40. Geburtstag der Stadt ist ein guter Anlass, an die Spendenbereitschaft der Bargteheider zu appellieren."

 

"Es gibt bereits Zusagen für Zustiftungen im fünfstelligen Bereich"

Der Anstoß sei bei den Haushaltsberatungen gekommen. "Wir haben feststellen müssen, dass weitere, freiwillige soziale Leistungen nicht möglich sind. Mitglieder aller Fraktionen sind auf die Idee gekommen, dann anders helfen zu wollen", sagte der Bürgervorsteher, betonte jedoch: "der Fonds hat nicht das Ziel, den städtischen Haushalt zu entlasten." Im Gegenteil. Es werde Zuwendungen aus dem Haushalt für die neue unbürokratische Hilfe geben.

Damit auch langfristig Geld da ist, wird Bargteheide parallel zum Fonds eine Stiftung gründen - vermutlich unter dem Dach der Bürgerstiftung Region Ahrensburg. Das Stiftungskapital wird als sicherer Finanzstock nicht angerührt, dafür aber mit Zustiftungen ständig erhöht. So wird es mehr und mehr Zinsen abwerfen, die dann für den jeweiligen Zweck verwendet werden dürfen. "Es gibt bereits Zusagen für Zustiftungen im fünfstelligen Bereich", sagte Bürgermeister Henning Görtz.

 

Beim Thema Biogas war es plötzlich vorbei mit der Eintracht

Auch alle anderen Beschlüsse fielen einstimmig. So werden Karl-Eduard Claussen die Ehrenbürgerrechte verliehen. So wird der Weg vom Kleinen Theater zum Ganztagszentrum in Anerkennung seiner Leistung für die Stadt Wilhelm-Postl-Weg benannt. Und so verabschiedeten die Stadtvertreter auch die Resolution des Städteverbands gegen den geänderten Landesentwicklungsplan (siehe Bericht Seite 2).

Ende der Harmonie beim Thema Biogasanlage. Die WfB lehnte es ab, für das von Investoren geplante Projekt den Flächennutzungs- und den Landschaftsplan zu ändern. "Wir haben extra einen Energieausschuss gebildet", sagt Renate Mascher. Was in diesem Gremium entschieden werde, sollte abgewartet werden. Mascher: "Wir sind nicht grundsätzlich gegen Biogas. Aber das geht uns hier zu schnell."

Für CDU und SPD, eine völlig unverständliche Position. CDU-Fraktionschef Claus Christian Claussen: "Wir steigen lediglich in das Planverfahren ein, um Standorte zu prüfen. Wenn wir das jetzt nicht tun, ist die Chance vertan." Das sei weder zukunftsweisendes noch verantwortungsvolles Handeln. Gegen die Stimmen WfB wurde das Planverfahren in Gang gesetzt.(M.T.)

Quelle: Hamburger Abendblatt

 
 
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