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Neue Hoffnung in Hammoor auf die Umgehungsstraße

eingestellt am 31.08.2010

 

Bargteheide – Ungewöhnlich und bemerkenswert: Gleich zwei Landesminister kamen gestern Mittag nach Bargteheide ins Gewerbegebiet Langenhorst – und sie brachten trotz des strömenden Regens gute Nachrichten aus Kiel mit.

Finanzminister Rainer Wiegard sowie Wirtschafts- und Verkehrsminister Jost de Jager (beide CDU) verkündeten, die wegen der akuten Finanzkrise auf Eis gelegte Umgehungsstraße südlich von Hammoor werde auf der Prioritätenliste eines Landesverkehrswegeplanes „on top“ gesetzt. Diese Prioritätenliste, so de Jager, werde parallel zu den Haushaltsberatungen des Landtages vom Parlament im September beraten und möglichst auch beschlossen.
Sowohl de Jager als auch Rainer Wiegard, der selbst aus Bargteheide stammt, gehen davon aus, dass es zu dem Beschluss kommt und noch im September die Ausschreibungen für die Bauarbeiten für die 900 Meter lange Strecke südlich von Hammoor hinausgehen. Wenn alles optimal läuft, können bereits im November die Aufträge erteilt und im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten der Ortsumgehung begonnen werden.
Helmut Drenkhahn, Vorsteher des Amtes Bargteheide-Land und Bürgermeister von Hammoor (Allgemeine Wählergemeinschaft), sowie Horst Lassen, erster stellvertretender Hammoorer Bürgermeister (CDU), nahmen die Nachricht erfreut zur Kenntnis, wenngleich sie noch nicht erleichtert wirkten. Zu lange schon – seit Mitte der 1980er Jahre – fleht die Gemeinde geradezu um eine Entlastung ihres Ortskerns. Denn der gesamte Verkehr von den Autobahnen 1 und 21 nach und von Bargteheide – wo es durchaus große Betriebe mit teilweise erheblichem Zulieferverkehr gibt (Getriebebau Nord, Aldi) – verläuft durch den Ortskern.
Jetzt zumindest stehen gleich zwei Landesminister im Wort. Durchaus hilfreich könnten Gespräche mit weiteren Landtagsabgeordneten aus der Region sein, um die Wichtig- und Dringlichkeit der Umgehungsstraße zu betonen und in der Entscheidung zu befördern, wissen die Hammoorer Politiker. Auch Bargteheides Bürgermeister Henning Görtz (CDU) will sich diesbezüglich einsetzen, um das – mit drei Millionen Euro – vergleichsweise günstige, aber dennoch höchst wichtige Verkehrsprojekt möglichst schnell auf den Weg zu bringen. Hilfreich für das Unterfangen ist auf jeden Fall das größte Neubauprojekt Bargteheides, wenn nicht ganz Stormarns: Der Discounter Aldi baut gerade an der geplanten Einmündung der Umgehungsstraße von Hammoor auf die Landesstraße 90 am Bargteheider Gewerbegebiet ein neues, knapp vier Hektar großes Zentrallager – für geschätzte 25 Millionen Euro.

Von Joachim Strunk Quelle: Lübecker Nachrichten

 
 
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